Würdest du zum Tierarzt gehen, wenn du krank bist, oder zur Damenkleidermacherin, wenn du einen Haarschnitt brauchst? Wohl eher nicht, auch wenn der Tierarzt sicher Mediziner ist und die Schneiderin sicher mit einer Schere umgehen kann. Warum solltest du dann deine Website von einem IT-Techniker erstellen lassen? Nichts gegen IT-Techniker – ohne die wär ich selber schon mehr als einmal aufgeschmissen gewesen. Aber: IT-Techniker (und auch andere Menschen, die gut mit Computern umgehen können), sind keine Webdesigner. Wenn du eine professionelle Website willst, solltest du dich auch hier an einen Profi wenden.
Was ein Webdesigner können muss
Stell dir vor, du beauftragst einen Webdesigner, der sich nur auf die technische Seite des Auftrags konzentriert. Ja, vielleicht funktioniert die Website, aber wird sie auch ansprechend gestaltet sein und die Aufmerksamkeit deiner potentiellen Kunden gewinnen? Wird sie eine Geschichte erzählen, die Besucher dazu bringt, länger zu bleiben und sich weiter umzusehen? Wird sie in den Suchmaschinen gefunden werden?
Um eine wirklich gute und professionelle Website zu schaffen, braucht es eine Vielzahl an Fähigkeiten. In einer großen Agentur gibt es daher verschiedene Bereiche, die sich um Teilaspekte deiner neuen Website kümmern: Texten, Bildauswahl, Layout, User Experience, technische Umsetzung und vieles mehr. Ein allein arbeitender Webdesigner muss die Fähigkeiten einer ganzen Marketingagentur in sich vereinen. Tut er das nicht, musst du als Kunde selber einspringen und die Bereiche abdecken oder zukaufen, von denen dein „Webdesigner“ nichts versteht. Sehen wir uns an, was das alles beinhaltet.
Benutzererfahrung (UX)
Ein erstklassiger Webdesigner weiß, wie man eine Website strukturieren muss, damit sie nicht nur schön aussieht, sondern sich auch angenehm und intuitiv bedienen lässt, und zwar auf jedem möglichen Ausgabegerät. Wenn dein Webdesigner diese Fähigkeiten nicht beherrscht, bekommst du vielleicht eine Website, die zwar technisch funktioniert, aber unübersichtlich und kompliziert zu bedienen ist. Davon hast du nichts, weil es potenzielle Kunden gleich wieder verjagt, wenn sie nicht finden, was sie suchen.
SEO (Suchmaschinen-Optimierung)
Die schönste Website nützt dir nichts, wenn sie nicht von potentiellen Kunden gefunden wird. Damit sie gefunden wird, muss sie für Suchmaschinen optimiert sein. SEO zieht sich durch alle Bereiche deiner Website und sollte von Anfang an berücksichtigt werden.
Grafikdesign und Layout
Eine ansprechende und professionelle Website lebt von einem überzeugenden Layout. Menschen mit Grafikkenntnissen gehen ganz anders an ein Website-Layout heran, weil sie wissen, wie sie Inhlate optisch aufbereiten müssen, damit sie gut aufgenommen werden können. Ein gelungenes Layout lebt auch von Details. Dazu gehören Grafiken, Icons und andere visuelle Elemente. Wenn dein Webdesigner keine Grafikkenntnisse hat, musst du möglicherweise ein zusätzliches Budget für solche Dinge einplanen.
Texten und Content Creation
Für eine gute Website brauchst du auch hochwertige Texte, die deine Botschaft vermitteln, Aufmerksamkeit wecken und deine Websitebesucher zum Handeln anregen. Wenn dein Webdesigner nicht in der Lage ist, solche Texte zu verfassen, musst du selber sie liefern oder extra einen Texter beauftragen, der diese Leistung erbringt.
Bildauswahl und Bildbearbeitung
Eine spannende Website braucht ansprechendes Bildmaterial, das zum Unternehmen und seiner Botschaft passt. Die Auswahl der richtigen Bilder ist eine Kunst, die du jemandem überlassen solltest, der von Fotografie und Bildbearbeitung auch etwas versteht. Jedes Bild, das auf deiner Website landet, muss bearbeitet werden, und dabei reicht es meist nicht, nur die Auflösung anzupassen. Jemand, der mit Bildbearbeitung vertraut ist, kann viel mehr aus deinen Websitebildern herausholen.
Technische Expertise
Natürlich erfordert Webdesign auch, alle Ideen und Überlegungen zum Design technisch korrekt umsetzen zu können sowie bei Problemen auf der Website eine Lösung zu haben. Ich selbst habe mich auf die Arbeit mit WordPress spezialisiert, weil ich WordPress als gute Grundlage für eine ansprechende, funktionale und wartungsfreundliche Website kennengelernt habe. Aber auch hier gibt es gewisse technische Stolpersteine, die man kennen und beheben können sollte.
Geh zu einem Website-Experten, wenn du eine professionelle Website willst
Einer meiner Kunden ist IT-Techniker und hat in diesem Bereich weitaus mehr drauf als ich. Wenn mein Computer Probleme macht, geh ich zu ihm, weil er weiß, was zu tun ist. Seine Website hingegen habe ich gemacht, weil ihm klar war, dass es dafür anderes Wissen braucht als seines.
Überleg dir gut, wem du deine Website anvertraust. Schließlich ist sie dein wichtigstes Marketingwerkzeug, bei dem du keine Kompromisse eingehen solltest.